Freiheit und Denken

Es gibt zwei Wege zur Verwirklichung. Einer führt durch die Hingabe – das ist der Weg der Liebe und des Gefühls (Shivas Weg). Der andere ist der Weg durch Gewahrsein und Meditation – das ist der Weg des Intellekts und des Geistes (Buddhas-Pfad). Es gibt nur diese beiden Wege. Warum bin ich so wichtig für Dich und hier und jetzt? – Weil es ein besseres Verständnis darüber schafft, wo Du Dich befindest. Das Klären von Gedanken ist entweder ein grundlegender Aspekt oder ein Nebeneffekt von Heilung und Transformation.

Thoughts 1

Gedanken sind nach Lev Vegotsky internalisierte Sprache. Ihr Ursprung das Außen oder die Bedingungswelt des Außen. Sie verselbstständigen und stärken sich selbst je nach dem, wie viel Energie man ihnen gibt. Grundsätzlich ist das gar nicht schlecht. Aber es kann auch gefährlich werden. Insbesondere dann, wenn die Botschaften uns in ein Labyrinth führen und wenn wir sie für unsere Realität halten. Dann können sie uns sprichwörtlich zerstören.

Tatsächlich gibt es immer und zwar für jede Situation einen Ausgang aus dem Labyrinth, doch wir sehen ihn nicht. Als ob wir vor einer riesigen Kinoleinwand zu sitzen. Der Film hat begonnen, sich selbstständig zu machen. Er spielt neue Filme im Selbstbezug auf alte Filme, die wir bereits kennen und die uns darum Bedrohen. Ein Perpetuum Mobile. Wir werden immer blinder.

Wenn wir es schaffen, ab und zu aus diesem Raum zu treten, verlieren die Gedanken ihre Geschwindigkeit, deine Logik ihre Logik und manche Überzeugungen ihre Bedeutung. Wenn wir die Gedanken nur wieder als Diener und nicht als Meister in unserem Körper behandeln und wieder anfangen würden, nicht mehr alles glauben, was sie zu erzählen versuchen.

Realität wird durch dich, deine Worte und Überzeugungen geschaffen. Sie ist „im weitesten Sinne“ ist eine Wahl („Life is a dream. Only a sleeper considers it real“). Solange wir an Ihnen festhalten und an ihre Wahrheit glauben, sind wir nicht frei. Trete zurück. Wir müssen wieder lernen den Prozess der Gedankenschöpfung aus der Ferne sehen und miterleben. Mit genügend Mediationspraxis kommt ein Punkt, an dem wir das tun können.

Mit dieser Praxis befindest du dich auf dem zweiten Weg der oben angesprochenen Selbstverwirklichung. Heilung erfolgt dann mehr durch Trennung und Loslassen von ungesunden Gedanken als durch deinen starken Willen, etwas Neues zu erreichen. Es passiert einfach. Lao Tzu spricht von der Auflösung des Geist im Dao. Hier beginnt Schauspielerei als Tanz. Denke bitte das nächste Mal daran, wenn du wieder die Kontrolle verlierst.

Ramana Maharshi erlangte als Kind zu seiner plötzlichen Realisierung. Alles begann damit, dass er selbst, auf dem Boden seines Hauses lag und grübelte. Hier fragte er sich wiederholt: Wer bin ich? Gedanken fragen nach bei anderen Gedanken, wer bist du? Die Antworten waren selbst nicht zu beantworten. Sein Geist löste sich auf. Wo keine Gedanken sind, gibt es keinen Verstand, es gibt kein Ich. Das Ziel des Denkens ist es, das Denken abzuschalten.

„Glaube deinen Gedanken nicht. Ich bin der Körper ist ein Gedanke. Ich bin der Geist ist ein Gedanke. Ich bin der Handelnde ist ein Gedanke. Sorge ist nur ein Gedanke. Angst ist nur ein Gedanke. Der Tod ist nur ein Gedanke.“ Sri Ramana Maharshi.

Zu Freiheit und Gedanken liess auch das erstaunliche Buch von Manuel Schoch: Frei sein